Der Arbeitsalltag von Prüfingenieuren ist längst nicht so eintönig, wie die Begriffe „Gesetze“, „Normen“ und „Richtlinien“ vermuten lassen. Eine Herausforderung besonderer Art hatten Ingenieure aus dem AUCOTEAM-Prüflabor zu meistern, denn in 60 Metern Höhe wollten sie herausfinden, welchen Belastungen Motoren in Windkraftanlagen ausgesetzt sind. „Da wir für den Auftrag nicht auf bestehende Testnormen zurückgreifen konnten, mussten wir die Bedingungen zuvor vor Ort inspizieren“, sagt Rosemarie Lein, Leiterin des Labors, die den Aufstieg selber wagte. Dieser wurde am Besichtigungstag allerdings trotz Sicherung durch Seile zu einem kleinen Abenteuer, denn es herrschten Worst-Case-Bedingungen mit Windstärke 10.
Mit Hilfe der Erkenntnisse, die in luftiger Höhe gewonnen wurden, entwickelten die AUCOTEAM-Spezialisten ein Prüfprogramm, das die an der Windkraftanlage vorgefundenen Bedingungen im Labor simulierte. Das Ergebnis war für Prüfer wie Auftraggeber zufriedenstellend. An den Motoren gab es keinerlei Beanstandungen.
Nach Kathrin Veigel, E&E 02.2009 |