Automatisierungstechnik unter neuer Leitung

Stephan Finner leitet die Automatisierungstechnik

Stephan Finner, AUCOTEAM GmbHStephan Finner (40) hat am 1. April 2015 die Verantwortung für den Geschäftsbereich Automatisierungstechnik der AUCOTEAM GmbH übernommen. Der studierte Elektroingenieur mit Abschluss der FH Hamburg war zuvor als Leiter der Software für das Unternehmen PROAUT TECHNOLOGY GmbH tätig.

Herr Finner, warum haben Sie sich für AUCOTEAM entschieden? Was hat Sie an der neuen Aufgabe gereizt?  

SF: Ich habe zuvor eine Abteilung für Softwareentwicklung geleitet und auch selbst programmiert. Das war mir auf die Dauer zu eingeschränkt. Hier, bei AUCOTEAM, kann ich die Gesamtorganisation mitgestalten, nicht nur einen Teilbereich. Ich war schon länger auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung im Management – wollte Geschäftsstrategien entwickeln und umsetzen. Das Angebot von AUCOTEAM hat gepasst. Das Know-how im Unternehmen ist beeindruckend und die Kompetenzen der einzelnen Geschäftsbereiche bieten viel Potenzial für ein gemeinsames Agieren am Markt.

Was bringen Sie an Erfahrungen und Qualifikationen für Ihre neue Aufgabe mit?

SF: Seit meinem Abschluss an der FH Hamburg habe ich an vielen Anlagen für die Halbleiterindustrie sowie an zahlreichen Sondermaschinen für die Medizintechnik, Pharmazie und Konsumgüterindustrie federführend mitgewirkt und dadurch natürlich ein breites Spektrum an Erfahrungen erworben. Ich kenne beide Seiten: die des Entwicklers, aus meiner Tätigkeit als Programmierer, aber auch die des Industrieanwenders, aus der Beschäftigung als Betriebsingenieur bei einem Konsumgüterhersteller. Diese Erfahrungen möchte ich in die Leitung des Geschäftsfeldes Automatisierungstechnik bei AUCOTEAM einbringen.

Ich will mich vor allem auch um den Vertrieb kümmern und hierzu meine Erfahrungen und Kontakte einsetzen. Auf der Messe Sensor & Test in Nürnberg war ich deshalb bereits dabei. Messen bieten nach meiner Erfahrung sehr gute Möglichkeiten, um ein Gespür für den Markt und die Nachfrage zu bekommen.

Was haben Sie sich vorgenommen?  

SF: Wenn man neu ist, ist vor allem Zuhören und Kennenlernen wichtig – und eine gründliche Analyse von Markt und Geschäft. Ich bin jetzt gut zwei Monate dabei, zu kurz um fundierte Aussagen machen zu können. Schon jetzt ist aber sichtbar:

In den Mitarbeitergesprächen, die ich in den ersten Wochen geführt habe, war ich erstaunt über das Know-how und den breiten Erfahrungsschatz der Mitarbeiter. Viele von ihnen wechseln allerdings in den nächsten drei bis fünf Jahren in den Ruhestand. Hier muss rechtzeitig vorgesorgt werden, damit das Wissen der älteren an junge, neu einzustellende Mitarbeiter weitergegeben werden kann.

Der Schaltschrankbau war in der Vergangenheit bei AUCOTEAM ein wichtiges Standbein, sehr gut entwickelt und lukrativ. Und er ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den einzelnen Gewerken des Unternehmens. Aus meiner Sicht macht es Sinn, ihn entsprechend wiederzubeleben, d. h. durch die Akquisition von Aufträgen die externe Auslastung zu gewährleisten, die Kapazitäten dann aber auch intern zu nutzen und Aufträge eben nicht nach außen zu geben. Hierzu müssen Kundenkontakte reaktiviert und neue Kunden für den Schaltschrankbau gefunden werden.

Die Stärke von AUCOTEAM sind für mich auch die Synergien zwischen den einzelnen  Geschäftsbereichen. Nach der kurzen Zeit, die ich im Unternehmen bin, sehe ich Überschneidungen und Möglichkeiten für eine gemeinsame Marktbearbeitung mit fast allen Bereichen. Ganz besonders auffällig ist das beim Prüflabor. Kunden des Labors, die heute Bauteile testen lassen, brauchen in Kürze oft Prüfanlagen und Prüfstände in ihrer Produktion. Da ist mein Bereich dann der richtige Ansprechpartner. Cross Selling ist deshalb für mich ein wichtiges Thema.

Herr Finner, herzlichen Dank für das Gespräch.