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Marie-Luise-Lüders-Haus

AUCOTEAM erhält Großauftrag zur Gebäudeautomation

Erweiterungbau für das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Berliner Regierungsviertel

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Berliner Regierungsviertel wurde am 10.12.2003 als dritter Parlamentsneubau an der Spree eingeweiht. Mit dem Großen Anhörungssaal verfügt der Bau über den zweitgrößten Saal des Deutschen Bundestags nach dem Plenarsaal im Reichstagsgebäude. Das Haus beherbergt außerdem das Wissenschaftliche Dienstleistungszentrum des Deutschen Bundestages. Der neue Erweiterungsbau (Grundsteinlegung am 09.11.2010) schließt an die bisherige Ostfassade des Bestandsgebäudes an und verfügt über drei unterirdische und sieben oberirdische Ebenen.

AUCOTEAM übernimmt Aufgabenstellungen der Gebäudeautomation.
Das Auftragsvolumen ohne Nachträge beläuft sich zurzeit auf ca. 750.000 Euro. Es umfasst ca. 3.125 Hardwaredatenpunkte für die Hauptanlagen, 4.700 Datenpunkte der Einzelgebäuderegelung und die Montage von ca. 980 Feldgeräten.

Grundlage für die technische Umsetzung sind Hardwarekomponenten von Honeywell.
Erstmalig wird die BACnet-Automationsstation Excel Web II als BACnet DDC Regler (Controller) für alle HLK-Regelapplikationen und Funktionalitäten der Gebäudeautomation eingesetzt. Sie bietet eine Kombination aus Panelbus, BACnet/IP sowie LONBus. Dies ermöglicht die Kommunikation zur Feldebene (LONBus) und die Anbindung der Gebäudeleittechnik (GLT) (BACnet/IP). Der Controller ermöglicht die Anbindung und Verarbeitung von bis zu 600 Datenpunkten.

Aktuell realisiert AUCOTEAM die Einzelgebäuderegelung (ERR).
Die geplanten 20 Controller für die ERR sind logisch so angeordnet, dass ganze Gebäudeteile an eine EXCEL Web II angebunden sind, aber noch etwa 1/3 der Kapazität des Controllers als Reserve verfügbar ist. Die gesamte Einzelraumregelung umfasst 566 Räume mit knapp 4700 physikalischen Datenpunkten.

Für den Erweiterungsneubau wurden drei Raumtypen geplant, die sich in 14 verschiedenen Untertypen mit speziellen Anforderungen an die Raumautomatisierung aufspalten. Der Raumtyp 1 umfasst meist Büros, Raumtyp 2 Besprechungsräume und Raumtyp 3 die Pförtnerlogen. Während sich die Raumtypen wesentlich unterscheiden, weisen die jeweiligen Untertypen technisch nur minimale Unterschiede auf.

Das macht die dazugehörige Softwaresteuerung aber nicht weniger anspruchsvoll. So wird zum Beispiel die Temperatur im Raumtyp 1a durch die Ansteuerung von Unterflurkonvektoren geregelt. Beim Raumtyp 1c kommen zusätzliche Konvektorgebläse hinzu, um die Heizleistung der Konvektoren zu erhöhen. Der technische Unterschied ist minimal, erfordert softwareseitig jedoch verschiedene Denkweisen. Während im ersten Fall eine lineare Ansteuerung des Regelventils reicht, muss im Raumtyp 1c eine Sequenzbildung erfolgen, die das Gebläse einschaltet, sobald die Steuerung erkennt, dass die Heizleistung des Konvektors nicht ausreicht.

Die Vielzahl unterschiedlicher Ansteuerungen und Kombinationsmöglichkeiten für die Temperaturregelung stellt große Anforderungen an die Programmierung. Es gibt Unterflurkonvektoren mit und ohne Konvektorgebläse, Wandheizkörper, Fußbodenheizungen, thermoaktive Decken und Klimaschränke – für jede Kombination ist eine individuelle Sequenzbildung erforderlich. Dennoch konnte die Software so flexibel gestaltet werden, dass über die Eingabe von Parametern jede sinnvolle Kombination ansteuerbar ist.

Arian Schütt