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Offshore-Windpark

Offshore-Bedingungen in der Klimakammer

Alstom Grid untersucht Korrosionsschutzvarianten im AUCOTEAM-Prüflabor

25 Wochenzyklen, das sind 175 Tage beziehungsweise 4.200 Stunden ununterbrochene künstliche Bewitterung mit verschiedenen simulierten Belastungen. Wir haben nach einem qualifizierten Testlabor gesucht, das die Prüfung von Bauteilen mit einem praxisnahen Design und nach einem komplexen Ablauf über einen so langen Zeitraum gewährleisten kann.

So beschreibt Ute Lüdemann, Technische Projektleiterin von Alstom Grid, die Schwierigkeiten, ein Prüflabor mit entsprechend umfangreicher und spezieller Ausstattung an einem Ort zu finden. Schließlich sollte der Wechsel der Bewitterungsart nahtlos ohne Zeitverzug erfolgen. Bei AUCOTEAM wurde man fündig. Die technische Ausstattung, kombiniert mit Engagement und fachlichem Know-how der Prüfexperten auch für individuelle Prüfszenarien, überzeugten.

Tests im Prüflabor ersetzen zeitintensive Auslagerungsversuche

Proben in der Bewitterungskammer


Proben in der Bewitterungskammer

Über ihre Lebenszeit betrachtet, erzeugen Offshore-Anlagen derzeit etwa 20-mal mehr Energie, als sie verbrauchen. Den relativ hohen Materialaufwand macht die hohe Energieproduktion auf See rasch wett. Gelingt es, die Lebensdauer der Anlagen zu verlängern, verbessert sich die Ökobilanz weiter. Die Hersteller arbeiten deshalb daran, der großen Materialbela-tung durch die rauen Bedingungen auf hoher See stärker zu trotzen. Die Alstom Grid GmbH hat dafür jetzt verschiedene Korrosionsschutzsysteme getestet. Dabei wurde die Beanspruchung der Beschichtungen durch künstliche Bewitterung im Testlabor simuliert. »Die Klimakammern von AUCOTEAM hatten eine ausreichende Dimensionierung für alle verschiedenen Prüfungen. Ein weiterer Vorteil war die zeitnahe Realisierung aus einer Hand«. Die optimalen Beschichtungssysteme wurden direkt in der Praxis verwendet und sind mittlerweile auf Bauteilen an mehreren Transformatoren im Einsatz.

Korrosion zu verhindern ist bei den rauen Bedingungen auf See ein Muss

Proben während der Salznebelprüfung

Proben während der Salznebelprüfung

Feuchtigkeit, Salz, UV-Einwirkung, extreme Temperaturen: Das Material von Offshore-Anlagen ist hohen Belastungen ausgesetzt. Weil viel Stahl verbaut wird, ist vor allem Korrosion ein großes Problem. Beschichtungssysteme sorgen für einen unterschiedlich wirksamen Schutz. Für deren Prüfung ist eine spezielle Kombinationsprüfung vorgeschrieben, die über einen sehr langen Zeitraum läuft. »Die zyklische Beanspruchung beschreibt die Einsatzbedingungen sehr realitätsnah. Dadurch konnten wir Rückschlüsse auf den Alterungsprozess der Bauteile unter Offshore-Bedingungen ziehen, die uns helfen, unsere Fertigungs- und Applikationsprozesse noch einmal zu verbessern«, resümiert Ute Lüdemann.

Zwar wurden in erster Linie Beschichtungen getestet, aber die Auswahl sehr spezieller Prüfkörper lieferte zusätzlich Informationen über relevante Konstruktionsmerkmale. Die Ergebnisse aus dem Prüflabor halfen Fertigungsprobleme zu erkennen und zu beheben. Die Qualität der Bauteile erhöhte sich dadurch erheblich, denn neben der Beschichtung haben auch die Arten der Herstellung, das umgesetzte Design und die Oberflächenvorbehandlung Einfluss auf die Alterung und das Korrosionsverhalten. Verändert wurden auch Reparatur- und Montagemaßnahmen. Schliffbilder belegen, dass die eingeleiteten Maßnahmen korrosionsgefährdete Stellen besser schützen.

Marijan Custic / Rosemarie Lein